Als ich das erste Mal einen Blick auf die geplante Route warf, fand ich die zwei Seetage gleich zu Beginn nicht so ideal. Doch angesichts der vielen Möglichkeiten, die dieses Schiff bietet, haben zwei volle Tage gar nicht ausgereicht, um wirklich alles zu testen und zu erkunden. Die Reederei hatte sich hier zusätzlich eine tolle Aktion für die geladenen Gäste überlegt: über die Royal-Caribbean-App gab es eine Art Schnitzeljagd quer durch alle Bereiche des Schiffs. Es mussten Fragen beantwortet oder auch Fotos gepostet werden – dabei gab es zahlreiche Preise zu gewinnen, unter anderem eine Gratis-Karibik-Kreuzfahrt der Reederei und viele Goodies wie Royal Caribbean Pullover, Trinkflaschen, Taschen, Schiffsmodelle und vieles mehr... Trotz aller Bemühungen gingen wir leer aus, dennoch machte diese Erkundungstour riesigen Spaß und führte uns in beinah jeden Winkel dieses unglaublichen Schiffs. Die Zeit dazwischen nutzen wir, um das gastronomische Angebot auf Herz und Nieren zu testen – angefangen von den vielen kleinen Restaurants im Aquadome Market über einen Stopp bei Starbucks bis hin zu leckerem Softeis, hier ist wirklich für jeden etwas mit dabei. Auch die Drinks an den Bars waren sehr zu empfehlen – unser Lieblingsdrink war rasch gefunden: der Piña Coco-Rita mit weißem Tequila, Kokosnusssirup, Ananas- und Limettensaft sowie schwarzem Salzrand! Tipp für Kids: es gibt ganz viele Softdrinks-Stationen an Bord verteilt, so dass Cola, Sprite und Co. praktisch nie zu Neige gehen.
Im Morgengrauen des zweiten Seetags vernahmen wir dann ein kurzes Rumpeln – ein Blick hinaus von unserem großen Balkon brachte uns kurz ins Grübeln – warum sehen wir hier Land?! Wie sich herausstellte, hatte die Legend of the Seas einen außerplanmäßigen Stopp im Hafen von Tarragona, Spanien gemacht, damit der Präsident und CEO von Royal Caribbean, Michael Bayley, mit seiner Familie an Bord gehen konnte. Tja, das hat man auch nicht alle Tage…
Nun war es Zeit fürs Frühstück, welches wir im Buffet-Restaurant Windjammer mit Blick aufs Meer einnahmen. Plötzlich wurde mein Blick von einem doch sehr großen „Fisch“ abgelenkt – wir waren immerhin auf Deck 15 und das Meer entsprechend weit unter uns. Staunend sahen wir im nächsten Moment eine Schule von 5 Delfinen, die spielerisch unser Schiff begleitete. Dass das gar nicht so oft vorkommt, bewies uns die Aufregung des gesamten umstehenden Personals, sogar der Küchenchef kam aus der Küche geeilt, die Kochmütze noch auf dem Kopf und ein aufgeregtes „Dolphins! Dolphins!“ ging durch die Runde. Es war eine wunderschöne Erfahrung, diese eleganten Tiere in freier Wildbahn, so vollkommen unangekündigt, erleben zu dürfen.
Etwas später nutzten wir die Möglichkeit, einen Blick in jede buchbare Kabinenkategorie auf diesem Schiff zu werfen. Da auf dieser Shake-Down-Kreuzfahrt vorrangig Geschäftspartner geladen waren, wurde uns das exklusiv ermöglicht. Wir besichtigten kleine, aber geschmackvoll eingerichtete Innenkabinen, Balkonkabinen mit Blick auf den Central Park, oder aber auch das Ultimate Family-Townhouse über 2 Etagen (mit Rutsche!) und reichlich Platz für 8 Gäste auf gesamt 165m².
Mein absoluter Favorit war die Sunset Corner Suite: hiervon gibt es auf der Legend of the Seas nur 4 Stück. Sie befinden sich am Heck des Schiffs und bieten Platz für bis zu 4 Personen. Die ca. 40m² große Suite hat einen beeindruckenden, etwa 30m² großen Balkon und bietet alle erdenklichen Annehmlichkeiten.